HISTORIE

1870 bis 1880 – Entstehung

Die Menschen auf der Schwäbischen Alb haben nur zwei Möglichkeiten um zu überleben: auswandern oder noch härter arbeiten als anderswo gearbeitet werden muss. Der Wagner und Landwirt Josef Götz sitzt mit seiner Frau Barbara nachts, wenn das Tagwerk seiner beiden Berufe beendet ist, am Webstuhl. Aus der Familie wächst der Familienbetrieb in Albstadt-Margrethausen.

Landschaftsaufnahme der Stadt Albstadt-Margrethausen
Albstadt-Margrethausen

1889 – Firmengründung

Als der Sohn Gregor Götz mit 15 Jahren die Volksschule verlässt, kauft ihm der Vater einen von Hand betriebenen Webstuhl. Auf diesem und unter dem Schein der Erdöllampe beginnt Gregor Götz zunächst als Lohnweber, Stoffe auf eigene Rechnung herzustellen und gründet mit zähem Fleiß sein eigenes Unternehmen. Seine Trikotstoffe verkauft er zunächst noch an Betriebe, die für die Weiterverarbeitung eine eigene Näherei besitzen.

Portraitbild von Gregor Götz
Gregor Götz

1903 – Expansion

Betriebliche Erweiterung durch den Zukauf der „Alten Mühle“ in Albstadt-Margrethausen und Umbau ihrer Scheune und Stallungen zu einem Fabrikgebäude. Mit der dadurch möglichen Nutzung von Wasserkraft als Antriebselement für Rundstühle und Nähmaschinen sind die mittlerweile 10 Arbeiter/innen in der Lage, die Ware selbst zu Wäsche weiterzuverarbeiten.

Fotografie der Alten Mühle in Albstadt-Margtrethausen
Alte Mühle, Albstadt-Margrethausen

1916 – Führend im Damen-Wäschemarkt

Gregor Götz wird in den 1. Weltkrieg eingezogen. Das Unternehmen wird währenddessen von seiner Ehefrau Karoline und Mitarbeitern fortgeführt sowie zur Aufnahme des Web- und Nähsaals räumlich erweitert. Gregor Götz beweist unternehmerischen Weitblick und stattet sein Unternehmen mit modernsten feinmaschigen Rundstrickmaschinen aus, wie sie in Deutschland noch nicht bekannt waren. So wird die Verarbeitung der damals zumeist unbekannten Kunstseide möglich und das Unternehmen erlangt schnell eine führende Position im Damen-Wäschemarkt.

Schwarzweißbild der Alten Mühle im Albstadt-Margrethausen
Alte Mühle, Albstadt-Margrethausen

1931 – Generationswechsel

Nach dem plötzlichen Tod des Unternehmers Gregor Götz übernehmen dessen älteste Söhne Josef und Fidel Götz die Führung des Margretwerks, das sich mittlerweile als Spezialbetrieb für Damen- und Mädchenunterwäsche etabliert hat. Es folgt der weitere konstante wirtschaftliche Aufschwung des Unternehmens dank konsequenter Modernisierung des Maschinenparks und der Unterstützung von über 100 Betriebsangehörigen.


1934 – Fabrikausbau

Investition in einen großen Fabrikneubau an der Lautlinger Straße, der in den Jahren 1938, 1950, 1956, 1971 und 1974 erweitert wird.

Fotografie des Fabrikneubaus
Fabrikneubau

1945 bis 1946 – Demontage und Nachkriegszeit

Die schweren Zeiten von Demontage und Kriegsschäden sind überwunden, die Firma stellt sich für die Zukunft neu auf. Der gesamte Fertigungsprozess ist hoch entwickelt und vollstufig ausgelegt.

Bild eines Mitarbeiters in der Fertigung
Fertigung

1950 – Aufschwung

Nach der Währungsreform können die kriegsbedingten wirtschaftlichen Probleme voll gelöst werden. Im neuen Fabrikgebäude durchlaufen die Garne den gesamten Fertigungsprozess bis zum verpackten Produkt. Zur Herstellung der modischen Wäsche verfügt das Unternehmen über hoch entwickelte Maschinen, angefangen bei Ketten- und Rundstühlen, über eine eigene Färberei, Bleicherei und Ausrüstung bis hin zu den verschiedensten Spezialnähmaschinen.

Das neue Fabrikgebäude 1950
Fabrikgebäude

1974 – Führende Wäschemarke

Das Unternehmen produziert jährlich 10 Mio. Wäscheteile. Unter dem Dach der GÖTZ AG entwickeln sich MARGRET und GÖTZBURG zu führenden Wäschemarken in Deutschland.

Das Logo der Marke Götzburg
Götzburg Logo

1984 bis 1989 – Fusion

Zusammenlegung der Firmen Götzburg Gebr. Götz, Saulgau und Margretwerk, Margrethausen zur Firma Götzburg-Margretwerk Gregor Götz GmbH & Co. KG.


1989 – Wiederaufbau nach Brand

Ein Großbrand zerstört das Werk bis auf die Grundmauern und vernichtet die Produktionsanlagen am Standort Albstadt-Margrethausen. In der Folgezeit wird das Unternehmen neu aufgebaut. Das Unternehmen investiert in hochmoderne Strickmaschinen sowie eine umweltfreundliche Ausrüstung. Gleichzeitig erfolgt die Anpassung an immer schwieriger werdende Marktbedingungen in Deutschland.

Fotografie des Großbrand im Hauptwerk
Großbrand im Hauptwerk

2004 – Patchwork-Unternehmen

Der hart umkämpfte Markt führt dazu, dass zwei der erfahrensten Wäschehersteller ihr Wissen und ihre Ressourcen zusammenschließen. Unter dem Dach der CECEBA Group in Balingen, wird Götzburg als eigenständiges Unternehmen – neben der neuen Schwestermarke CECEBA Bodywear – geführt.

CECEBA Group, Balingen

2000 bis 2017 – Internationalisierung

Nach erfolgreicher Umstrukturierung erreicht das Unternehmen mit der Marke Götzburg wieder eine führende Position im Segment der Herren Tag- und Nachtwäsche. Die weitere Internationalisierung des Unternehmens und die Optimierung der Prozessketten stehen im Vordergrund der aktuellen Unternehmenspolitik.

Imagebilder der Herrenunterwäsche Götzburg
Imagebilder

2018 – Relaunch

Götzburg entwickelt sich weiter und präsentiert sich zeitgemäß modern und clean.

Herrenmodel in Götzburg Unterwäsche
Imagebild FS 19

2019 – Firmenjubiläum

Götzburg feiert das 130 jährige Bestehen. Zu diesem speziellen Anlass kommt eine kleine Jubiläums-Kollektion heraus, die die bestehende Kollektion ergänzt.